Saisonabschlussfahrt 2010

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Saisonabschlussfahrt 2010

Nun ist es tatsächlich passiert! Nachdem mein Regenkombi das ganze Jahr
über

ein tristes Dasein im Koffer meiner Guzzi verbrachte, musste ich ihn
tatsächlich

zur Saisonabschlussfahrt herausholen.

Das lag zwar weniger daran, dass ich, was Jeder, der mich kennt,
bestätigen kann,

ein Schönwetterfahrer, sondern oftmals zu faul bin ihn anzuziehen!

Aber nicht nur das schlechte Wetter am Morgen dieser Tour, auch die
niedrigen Tagestemperaturen,

ließen mich zur Einsicht kommen, das „Ding“ überzuziehen.

Jochen, seines Zeichens der Verantwortliche der diesjährigen
Abschlussfahrt,

hatte zu um Zehn ins Clubheim geladen und in der Einladung vollmundig
behauptet,

für gutes Wetter zu sorgen.

Und siehe da, nachdem die ersten Tassen Kaffee im Clubhaus ausgeschenkt
wurden,

ließ der Regen nach, und die Sonne kam zum Vorschein.

Grund genug die ungeliebten Regenklamotten wieder im Koffer zu
verstauen.

Mit 17 Motorrädern und insgesamt 22 Personen war unsere diesjährige
Ausfahrt

einer der größten Gruppen der letzten Jahre.

Dies nahm ich auch zum Anlass vor Beginn der Fahrt ein paar „mahnende“
Worte an die Gruppe zu richten.

Da Einige von uns selten in der Gruppe unterwegs sind, die Straßen nass,

der Herbst und die Landwirtschaft ihre Spuren auf den Straßen
hinterlassen hatten

und es auch noch nach Hamburg gehen sollte, erinnerte ich an einige
„Regeln“

und bat um umsichtige und besonnen Fahrweise.

Jochen führte uns dann über die Lande Richtung Hamburg.

Und zwar so „besonnen“, dass ich eine rote Ampel nutzte um nach Vorne zu
fahren,

und ihm signalisierte: wir könnten ruhig 10 Km/h mehr „vertragen“.

Nachdem wir dann in Hamburg angekommen waren, wurde die übliche
Rauchpause eingelegt.

Die Nichtraucher vertrieben sich derweil die Zeit mit intensiven
Gesprächen!

Bei der Weiterfahrt gab es dann die erste Panne!

Es gibt in Gruppen immer Welche, die sich beeilen sollten und Welche,

die nicht lange warten sollten.

Und es sind (fast) immer die Selben!

Dies, und der Großstadtverkehr, führten dazu, dass die Gruppe
auseinander gerissen wurde.

Da von Vornherein das Ziel und die Adresse bekannt gegeben wurde,

ein paar auf die „Verlorengegangenen“ warteten

und auch Navigationsgeräte mit im Spiel waren,

trafen wir uns Alle beim Chinesen im Hein Ten Hoff Haus wieder.

Dort wurde dann üppig und ziemlich lange gespeist.

Und leider setzte, wenn auch nicht übermäßig, der Regen wieder ein.

Bei der Abfahrt auf die vielbefahrenen Chaussee wurde unsere Gruppe
zwangsläufig

ein weiteres Mal auseinander gerissen.

Diesmal leider mit schlimmeren Folgen!

Die genauen Ursachen sind vielschichtig und ich möchte sie hier nicht
aufzählen.

Aber bei einer Bremsung auf regennasser Straße „verlor“ Tina ihr
Vorderrad,

was unweigerlich zum Sturz führte.

Trotz der geringen Geschwindigkeit stürzte sie leider so unglücklich,

dass es nicht bei den üblichen Schäden an der Maschine blieb,

sondern sie sich so schwer am Arm verletzte, dass an eine Weiterfahrt
nicht zu denken war.

Ein Rettungswagen wurde organisiert, der sie ins nächstgelegene
Krankenhaus brachte.

Während wir mit gedämpfter Stimmung unsere Fahrt fortsetzen,

ließen wir ihre Maschine am Unfallort zurück.

Ute und Jochen hatte ein Zelt organisiert und auf ihrer Terrasse
aufgestellt,

um die vielen Teilnehmer unterzubringen.

Dort gab es noch den einen oder anderen Kaffee, und sogar Kuchen war
gebacken worden.

Aber die meisten Gesprächen drehten sich um Tina.

Wie war es überhaupt zum Unfall gekommen?

Wie schwer mag ihre Verletzung sein?

Hätten wir sie ins Krankenhaus begleiten sollen?

Dies sind nur Einige der Fragen, die auftauchten,

und nicht abschließend beantwortet werden konnten.

Die Stimmung war jedenfalls im „Keller“!

Von dort aus trennten sich dann die Ersten von der Gruppe und fuhren gen
Heimat.

Der Rest fuhr ein Stück des Weges gemeinsam,

um sich dann, Jeder für sich am „strategisch günstigstem“ Punkt von der
Gruppe „auszuklinken“.

Der Zwischenfall mit Tina wirft im Nachhinein natürlich ein anderes
Licht auf eine,

bis dahin, tolle Ausfahrt. Jochen hat sich viel Mühe gegeben,

aber solche Ereignisse können immer passieren.

Mein Dank geht deshalb erst mal an Jochen.

Und natürlich auch an Ute, die ihn sicherlich tatkräftig unterstützt
hat.

Damit wir zukünftig solche Situationen, die zum Unfall geführt haben,
minimieren

(vermeiden lassen sie sich nie!),

werden wir das Geschehene aufarbeiten und unsere Lehren daraus ziehen!

                                                                                               
Andreas

Und hier noch ein paar Bilder

 

Aufstellung zur Abfahrt am Clubheim in
Blankensee.

 

Die übliche Raucherpause.

 

Der Parkplatz beim „Chinamann“ war fest in
unserer Hand.

 
 

Das war eigentlich das „Ende“ der Ausfahrt!

 

„Lange“ Gesichter und „betretene“ Minen zum
Abschluss.


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