19. Hansetreffen 2010

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19. Hansetreffen 2010

Es war mal wieder an der Zeit für das über Grenzen hinweg

bekannte und beliebte Motorradtreffen

der mit Marzipan gestillten Nordmänner, dem Hansetreffen.

Also begaben sich die tapferen Frauen und Männer dieses Klans

am dritten Tag des sechsten Monats im zehnten Jahr des Millenniums

in das Zentrum der Metropole Pöhls.

Unerschrocken und zielstrebig begannen sie dort mit der Errichtung des
Festplatzes,

welches auf Grund der langjährigen Erfahrung flott von der Hand ging.

Dank der Routine konnten die wenigen Probleme,

die sich bei solchen Aktionen typischer Weise immer einstellen,

souverän und stressfrei gelöst werden.

Und so war es gerichtet, noch lange bevor die Sonne am Horizont

ihre letzten heiß glühenden Strahlen herab warf.

Wie auch die Jahre zuvor, trafen die ersten Gäste schon am späten
Nachmittag ein.

Südleute, nette Menschen, die Dank der ungerecht verteilten Feiertage

im Lande der Germanen, den Tag der frohen Leichnahmen als Anreisetag
nutzen konnten.

Ein stoisches Völkchen diese Südleute,

so ist zum Beispiel einem von ihnen bereits zweimal sein treues
Fahrgerät

den Strapazen der langen Reise erlegen.

Aber dieser Mann ließ sich nicht abbringen es auch in diesem Jahr wieder

mit dem selbigen zu versuchen,

Ergebnis: nach halber Strecke blieb das Gefährt stehen,

und die Fahrt musste in einer Konserve, geliehen vom Klan der gelben
Engel,

vorgesetzt werden.

Vielleicht sollte man diesem Mann schonend beibringen,

seine bayrische schwarz bunte zum Abdecker zu tragen

und es dann mit einem Drachen oder Falken aus fern Ost zu versuchen,

dann klappt das beim nächsten mal auch.

Nach herzlicher Begrüßung wurde sich gemütlich in den Kreis gesetzt,

um Neuigkeiten auszutauschen, und das Methorn in die Runde zu reichen.

Der Abend war kurzweilig und nett, wurde aber zu nicht all zu später
Stunde aufgelöst,

da die tapferen Recken, an denen der Zahn der Zeit auch schon seine
Spuren gezeichnet hat,

erschöpft und müde waren.

Ein in der Nähe krähender Hahn ließ die Schlafenden so langsam erwachen,

die Sonne empfing die aus den Zelten schauenden, verknitterten Gesichter

mit ihrem schönsten Lächeln,

und das Leben auf dem Platz nahm ganz gemütlich zu.

Im Laufe des Tages kamen weitere Gäste.

Aus allen Himmelsrichtungen kamen sie, Einige von um die Ecke, Andere
von weiter her.

 Das Fassbier und die Grillwurst lockten.

Und wie es sich für so alte Haudegen ziemt,

gibt der Grill nicht nur die Bratwurst her, über Fischbrötchen,
Gulaschsuppe, Fleisch, Kuchen

und vielen anderen Leckereien halten die immer freundlichen Küchenfeen
ein Angebot vor,

welches seines gleichen sucht.

Von den Getränken mal ganz zu schweigen,

wo sich die Angebotpalette von alkoholfreiem Sekt über all erdenkliche
Softdrinks

bis hin zu aufwendig handgemischten Mixgetränken

wie Brausebier oder Colaschnapps hinzieht.

Auch am Samstag erfreute die Sonne mit ihrer mächtigen Energie

die Teilnehmer dieses gemütlichen Festes.

Es waren nicht so viele Teilnehmer erschienen,

wie sich die Nordmänner erhofft haben, aber die, die gekommen sind,
waren großartig.

Es wurde viel erzählt und gelacht, die Vorratslager wurden gut
geplündert,

und jeder hatte eine zufriedene Miene.

Die Festspiele wurden nicht so gut angenommen, aber wer kann das
verdenken,

muss sich ein Grossteil der Gäste doch schon mit Oma oder Opa ansprechen
lassen.

Pokale gab es trotzdem, und wie man es aus der Freude der Empfänger
schließen konnte,

wird das auch so bleiben. Sind eben immer noch Kinder die Alten.

Am Sonntag gab es noch ein leckeres Frühstück.

Moment einmal ich habe den Hahn gar nicht gehört,

nicht das der noch einen Grill schmücken durfte.

Nach der Verabschiedung der Gäste wurde der Festplatz

wieder seiner Grundbestimmung hergerichtet,

und ein wirklich nettes ruhiges und gemütliches Fest nahm sein Ende.

Ganz zum Schluss sei noch angemerkt,

auch wenn mir das Bienchen verteilen nicht so liegt,

es war schon wie im letzten Jahr ein prima Zusammenhalt in der Truppe,

es hat wirklich Spaß gemacht.

Und auch wenn wir aus organisatorischer Sicht auf unsere

beiden kranken Hühner Maike und Didi verzichten konnten,

so haben sie trotzdem als Freunde gefehlt.

                                                                                                   
Garfi

Bilder:


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